Musikalisches Feuerwerk mit dem Trio Kontraste

Die berühmteste Feuerwerksmusik komponierte Georg Friedrich Händel im Jahr 1748. Dass aber auch andere Komponisten danach Werke geschrieben haben, mit denen sich der Jahreswechsel gebührend feiern lässt, bestaunten die Zuhörer am Freitagabend beim 17. Nachtkonzert in der Kirche Rothenditmold.

Ein musikalisches Feuerwerk hatten Klarinettist Jens Ubbelohde, Tatiana Gracheva (Violoncello), Pianist Michael Kratvchin und Peer Schlechta (Orgel) vorbereitet. Die vier Musiker feuerten unterschiedlichste, aber fast durchweg heitere Stücke ab, dass es nur so eine Freude war – was auch der mehrfache Zwischenapplaus bewies.

Nach der eröffnenden, sich wie ein Puzzlespiel zusammensetzenden Fantaisie op. 157 von Camille Saint-Saëns brachten Ubbelohde und Schlechta den langsamen Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert in der ungewöhnlichen Besetzung Klarinette und Orgel – ein gefühlvoller Ruhepunkt in einem ansonsten temporeichen Programm. Dafür stand im ersten Teil vor allem Beethovens „Gassenhauer-Trio“: Dessen letzter Satz beruht auf einer einst populären Opernmelodie, und dieser Hit vom Beginn des 19. Jahrhunderts zündete auch in Rothenditmold. Tonleitern schossen wie Raketen in den Himmel. Die Agilität Ubbelohdes, die Klangkultur Grachevas und die energiegeladene, schwierigste Passagen wie beiläufig erscheinen lassenden Begleitkunst Kratvchins fanden ideal zusammen.

Highlight des zweiten Programmteils waren eine mit Verve interpretierte Orgel-Toccata von Theodor Dubois, Darius Milhauds quirliges „Scaramouche“ und vor allem Nino Rotas farbenreiches Klarinettentrio. Für großen Applaus bedankten sich die Musiker mit dem „Nachtgesang“ von Max Bruch: romantischer Ausklang eines furiosen Abends.